Qualitätsschub für die Tischlerei

Groß ist die neue Maschine (rechts), groß war aber auch die Freude bei (von links) Anselm Strutzke, Jasmin Blume und Corinna Wollenhaupt (alle Lavie Reha) sowie Dr. Wolfgang Müller und Karsten Kröger von der Eckensberger-Stiftung. Foto: Regio-Press

Qualitätsschub für die Tischlerei

Eckensberger-Stiftung hilft der Lavie Reha mit einem großen Zuschuss bei der Maschinen-Ausstattung

 

Von Frank Wöstmann

Königslutter. Die Werkstätten der Lavie Reha gGmbH auf dem neuesten Stand der Technik zu halten, ist ein ganz wesentlicher Ansatz für die Mitarbeitenden und die Geschäftsführung dieser Einrichtung. Das wurde jetzt wieder deutlich, als eine Delegation der Hans und Helga Eckensberger-Stiftung nach Königslutter kam. Die Braunschweiger überbrachten eine große Plattenaufteilsäge, die mittlerweile in der Tischlerei aufgestellt wurde. „Diese Maschine bedeutet für unsere Werkstatt einen wesentlichen Qualitätssprung“, betonten Geschäftsführerin Corinna Wollenhaupt und Tischlerei-Leiter Anselm Strutzke unisono.

Das Vorgängermodell aus dem Jahre 1989 sei verschlissen, deutlich kleiner und technisch mit der Neuanschaffung nicht zu vergleichen, erklärte Strutzke. „Gerade in puncto Staub-Emissionen trägt sie mit ihrer modernen Absaugtechnik zu einem deutlich verbesserten Arbeitsschutz bei.“ Anschaffungen wie diese seien es, die in den vergangenen Jahren den guten Ruf der Lavie-Werkstätten begründeten. „Wir nehmen derzeit einen großen Zulauf wahr“, berichtete auch Jasmin Blume. Sie ist Fachberaterin für berufliche Inklusion bei Lavie: „In diesem Sommer starten 15 neue Auszubildende im Holzbereich.“

Die gemeinnützige GmbH (gGmbH) betreut psychisch belastete junge Menschen einerseits in der Reha auf dem Weg zurück ins Arbeitsleben. Andererseits werden jüngere Jahrgänge erstmals in verschiedenen Bereichen fit gemacht für den Arbeitsmarkt. „Schon vor der eigentlichen Ausbildung prüfen wir gemeinsam ihre Neigung und Eignung für einen der Ausbildungswege“, schilderte Jasmin Blume den Ablauf. Gerade diese intensive Beschäftigung mit dem Thema sorge am Ende für ganz geringe Abbrecherzahlen – vielmehr gehören Lavie-Absolventen in jedem Jahr zu den Jahrgangsbesten.

Die Eckensberger-Delegation zeigte sich sehr beeindruckt. „Wir begleiten Lavie ja schon über mehrere Jahre“, sagten Dr. Wolfgang Müller und Karsten Kröger, der Leiter des Stiftungsbüros. „Darum wissen wir auch, dass hier sehr gute Arbeit geleistet wird.“ Gleich in mehrerer Hinsicht habe der Förderantrag aus Königslutter dem Stiftungszweck entsprochen (Bildung, Kultur, Soziales). „Aus diesem Grund haben wir der Spende in ungewöhlicher Hohe gern zugestimmt.“ Tatsächlich übernahm die Stiftung gut 17.800 Euro von den 19.200 Euro Gesamtkosten. „Wir freuen uns sehr, hier helfen zu können.“

Corinna Wollenhaupt äußerte sich ebenfalls erfreut über den anhaltend engen Kontakt zur Eckensberger-Stiftung. „Unsere Anträge wurden stets – und so auch diesmal – wohlwollend und mit viel Verständnis aufgenommen“, sagte die Lavie-Geschäftsführerin. Solche verlässlichen Partnerschaften seien heute selten. „Es ist schön, dass wir auf Sie zählen können.“

Mai 8, 2025