{"id":8479,"date":"2025-08-11T09:17:23","date_gmt":"2025-08-11T07:17:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lavie-reha.de\/?p=8479"},"modified":"2025-08-11T09:17:23","modified_gmt":"2025-08-11T07:17:23","slug":"von-dem-reiz-zu-fuss-zur-arbeit-zu-gehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lavie-reha.de\/index.php\/2025\/08\/11\/von-dem-reiz-zu-fuss-zur-arbeit-zu-gehen\/","title":{"rendered":"Von dem Reiz, zu Fu\u00df zur Arbeit zu gehen"},"content":{"rendered":"<p><!--more-->Reiner Scheuner (rechts) mit einem Teil seines Teams vor dem Caf\u00e9 C&#8217;est Lavie (von links): Lucja Bischoff, Pia Vester und Fabian Schauzu. Foto: Regio-Press<\/p>\n<h1><strong>Von dem Reiz, zu Fu\u00df zur Arbeit zu gehen<\/strong><\/h1>\n<h2>Reiner Scheuner hat schon mit vielen Sterne-K\u00f6chen gearbeitet. Nun ist er verantwortlich im Caf\u00e9 an der alten Stadtmauer.<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von Frank W\u00f6stmann<br \/>\n<b>K\u00f6nigslutter.<\/b> Sein Weg zur Arbeit ist jetzt 30 Meter k\u00fcrzer. Doch das ist nat\u00fcrlich nicht der Grund, warum Reiner Scheuner seine T\u00e4tigkeit als Chefkoch im Alten Brauhaus beendet und im benachbarten ,Caf\u00e9 C&#8217;est Lavie&#8216; begonnen hat. &#8222;Ich wollte einfach mal was Neues machen&#8220;, erkl\u00e4rt der 42-J\u00e4hrige. &#8222;Und ich wollte raus aus der Abendgastronomie.&#8220;<\/p>\n<p>Denn die hat der geb\u00fcrtige Lutteraner schon viele Jahre hinter sich. Nach seiner Lehre im Landeskrankenhaus pilgerte er zu den ganz Gro\u00dfen seiner Zunft. Er kochte (und lernte) bei Matthias Ludwig, bei Jens Dannenfeld in Braunschweig und bei Eckart Witzigmann in Berlin. Seit seiner Zeit in K\u00f6ln (,T\u00f6rtchenT\u00f6rtchen&#8216;) galt Reiner Scheuner als herausragender Patissier, und als solcher war er schlie\u00dflich noch ein paar Jahre f\u00fcr New Yorker bei Take C&#8217;Air (Flughafen Braunschweig) besch\u00e4ftigt. &#8222;Die Mischung macht&#8217;s&#8220;, sagt er r\u00fcckblickend \u00fcber seine Wanderjahre. Zufriedenheit und Stolz sind ihm anzumerken, wenn er von der Arbeit an den T\u00f6pfen der verschiedenen Sternek\u00f6che erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>2016 zog es ihn zur\u00fcck in seine Heimatstadt, wo er gemeinsam mit Schwester Eva das Alte Brauhaus \u00fcbernahm \u2013 von ihren Eltern, die noch immer die benachbarte Fleischerei betreiben. &#8222;Es war auch einfach mal sch\u00f6n, zu Fu\u00df zur Arbeit zu gehen&#8220;, nennt er einen der Gr\u00fcnde f\u00fcr den Wechsel aus den Gro\u00dfst\u00e4dten zur\u00fcck in die Provinz. &#8222;Das ist ein St\u00fcck Lebensqualit\u00e4t.&#8220; Immerhin hatte er mittlerweile Frau und Sohn \u2013 und ein zeitintensives Hobby: Triathlon.<\/p>\n<p>Beidem kann er sich jetzt intensiver widmen, denn im Caf\u00e9 C&#8217;est Lavie (Westernstra\u00dfe 28a) erwarten ihn humane Arbeitszeiten. Und seine Lust auf Abwechslung d\u00fcrfte an der alten Stadtmauer ebenfalls gestillt werden. Denn Reiner Scheuner leitet nicht nur die kleine K\u00fcche des inklusiven Lokals. Vielmehr ist er als Teamleiter t\u00e4tig: Drei feste Kr\u00e4fte und sechs wechselnde Rehabilitanden arbeiten dort f\u00fcr die Lave Reha gGmbH.<\/p>\n<p>In diesen Zusammenhang passt ein Lob an seine Vorg\u00e4ngerin, Michaela Paulmann-Strutsch. Die bisherige Leiterin befindet sich mittlerweile im wohlverdienten Ruhestand. &#8222;Zwei Jahre lang hat sie sich mit gro\u00dfem Einsatz dem Aufbau des neuen Caf\u00e9s gewidmet&#8220;, betont Lavie-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Corinna Wollenhaupt. &#8222;Und mit gro\u00dfem Erfolg. Wir sind ihr sehr dankbar.&#8220;<\/p>\n<p>Reiner Scheuner hat mit den Menschen bei Lavie, die meist eine psychische Belastungsphase durchlaufen, schon im Alten Brauhaus gute Erfahrungen gemacht. &#8222;\u00dcber die Jahre hatten wir dort 14 oder 15 Rehabilitanden, die bei uns reingeschnuppert haben.&#8220; Die seien nat\u00fcrlich unterschiedlich belastbar gewesen, aber immer ambitioniert. &#8222;Ich habe diese Einsatzstellen angeboten, weil es wichtig ist, den Menschen eine Arbeits- und Tagesstruktur zu geben und so Teilhabe zu erm\u00f6glichen.&#8220; Einer jener Schnupperer erwies sich als derart talentiert, dass er sogar fest angestellt wurde. &#8222;Er ist jetzt mein Nachfolger dort \u2013 zu recht.&#8220;<\/p>\n<p>Doch auch f\u00fcr Reiner Scheuner geht jetzt das Lernen wieder los: Er musste kurzfristig den Ausbilderschein machen, au\u00dferdem wartet auf ihn nun der Lehrgang zur Gepr\u00fcften Fachkraft f\u00fcr Berufsf\u00f6rderung. &#8222;Das ist eine zweij\u00e4hrige Zusatzausbildung, die ich berufsbegleitend absolviere.&#8220; Trotzdem hat er den Schritt ins Caf\u00e9 nicht bereut. &#8222;Ich bin sehr gl\u00fccklich und freue mich auf die neuen Herausforderungen.&#8220; Viele Gespr\u00e4che wird er f\u00fchren m\u00fcssen mit den Rehabilitanden. &#8222;Sie erwarten von mir ein fundiertes Feedback, denn unser Betrieb ist eine aLa-Einsatzstelle, also ein anderer Leistungsanbieter f\u00fcr Menschen mit Behinderung.&#8220;<\/p>\n<p>Bei all dem soll aber seine kulinarische Qualifikation nicht hintanstehen. Die Caf\u00e9-G\u00e4ste d\u00fcrfen gespannt sein auf saisonale Snacks und Quiche. Selbstredend denkt der Patissier auch schon an T\u00f6rtchen und andere Leckereien. &#8222;Dieses Angebot d\u00fcrfte einmalig sein in Lutter.&#8220; Ansonsten werde die Speiseliste aber nur behutsam gedreht. &#8222;Wr haben viele Stammkunden, da kann ich nicht von heute auf morgen die gesamte Seisekarte umkrempeln.&#8220;<\/p>\n<p>Und auch die \u00d6ffnungszeiten werden so beibehalten, denn sie haben sich bew\u00e4hrt und kommen der gro\u00dfen Lust der Lutteraner auf ein Lavie-Fr\u00fchst\u00fcck entgegen: Von Dienstag bis Freitag ist von 9 bis 18 Uhr ge\u00f6ffnet. Au\u00dferdem an jedem zweiten Samstag, und zwar immer in den ungeraden Wochen, von 9 bis 13 Uhr. Das n\u00e4chste Mal also am 16. August.<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 100%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-8479 gallery-columns-1 gallery-size-full'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/DSC_0515.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1800\" height=\"1474\" src=\"https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/DSC_0515.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-8482\" srcset=\"https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/DSC_0515.jpg 1800w, https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/DSC_0515-300x246.jpg 300w, https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/DSC_0515-1024x839.jpg 1024w, https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/DSC_0515-768x629.jpg 768w, https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/DSC_0515-1536x1258.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 1800px) 100vw, 1800px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-8482'>\n\t\t\t\tReiner Scheuner hat schon mit vielen Sternek\u00f6chen gearbeitet. Foto: Regio-Press\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1000061486r.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1800\" height=\"1359\" src=\"https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1000061486r.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-8481\" srcset=\"https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1000061486r.jpg 1800w, https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1000061486r-300x227.jpg 300w, https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1000061486r-1024x773.jpg 1024w, https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1000061486r-768x580.jpg 768w, https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1000061486r-1536x1160.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 1800px) 100vw, 1800px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-8481'>\n\t\t\t\tLeckereien wie diese gibt es im Caf\u00e9 an der alten Stadtmauer \u2013 sicherlich einmalig in K\u00f6nigslutter.  Foto: Regio-Press\n\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/DSC_0509.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1800\" height=\"1408\" src=\"https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/DSC_0509.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-8480\" srcset=\"https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/DSC_0509.jpg 1800w, https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/DSC_0509-300x235.jpg 300w, https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/DSC_0509-1024x801.jpg 1024w, https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/DSC_0509-768x601.jpg 768w, https:\/\/www.lavie-reha.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/DSC_0509-1536x1201.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 1800px) 100vw, 1800px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-8480'>\n\t\t\t\tReiner Scheuner (rechts) mit einem Teil seines Teams vor dem Caf\u00e9 C&#8217;est Lavie (von links): Lucja Bischoff, Pia Vester und Fabian Schauzu. 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